Dichtungs-Vermögen im Menschen,Und führt das Sinnliche zum Uebersinnlichenhinüber, erhebt es zu Idealen. Sie schafft underzeugt von selbst, was der Verstand erst müh-sam und successiv zusammenreiht. Das Prinzip,das aus dem Erkennbaren gewonnen wird, bleibttodt und nutzlos, wenn die Phantasie nicht be-fruchtend hinzu tritt, ihm Leben giebt, und eszum Handeln befähigt. Das Primat kommtdaher auch keineswegs dem Verstände zu, son-dern vielmehr der Phantasie. Aber sie gehörtnicht allein der Kunst, sie gehört auch demWissen an: Genialität, wo immer sie sichzeigt, leuchtet nur in der Phantasie. Intel-lektuelle Anschauung ist endlich ja dochnichts anders als die Befruchtung der Wissen-schaft durch die Phantasie. Wer das nicht kennt,wer nicht über das empirische Bewußtseyn esgebracht, wem die Phantasie nie in ihrem idea-len Glänze erschienen, dem stellt sich nothwen-dig auch alles unter getrübten Reflexen dar,was von ihrem Lichte beschienen wird. DasUrbild der Idee lebt ewig, sagt Plato; giengcn
zuletzt gesucht
- Noch keine Suchworte
Letzte Trefferliste
Die letzte Trefferliste besteht aus Ihrer letzten Suche, samt Filter- und Sucheinstellungen.
AnzeigenSchliessen
Band
Erster Theil.
JPEG-Download
verfügbare Breiten