97
nothwendig ist unser Wissen zu beschäftigen, undzu vermehren, ohne daß solches unserer HähernWelt-Bestimmung auch nur den geringsten Bei-trag liefert; ohne daß der Geist sich angezogenund beschäftigt fühlt.
Der Mathematiker insbesondere will AsteSausmessen. Er brüstet sich dabei mit seiner lo-gischen Schlußkraft und seinem systematischenZusammenhang. Er brüstet sich ftrner damit,daß er im Stande sey überall durch BegriffeEvidenz zu geben und zur Einheit zu führen.Fragt man aber, worin er denn der Meistersey, so lautet die Antwort: nur in einer Bruch-welt, die nie zu einem Ganzen anwächst —deren Größen er mit Zahlen umfaßt und au§-mißt. Hier befindet er sich in seiner Welt,auf seinem Standpunkt, wo er Alles über-schauen, umfassen, erklären und begreiffen kann.
Kommen aber handelnde Menschen hin-zu, so reicht der Maaßstab, den die Mathematikan die Hand giebt, nicht mehr zu. Der Ver-Bismaeks Reuter-Bibliothek. I. I