2VI
Die Heere wurden in der letzten Zeit zuZroß, als daß selche an einem Schlachttage vomFeldherrn nech allein geleitet werden konnten.Nur der strategische Aufmarsch, das Eintreffenauf dem Schlachtfclde gehörte dem Feldherrn an,aber nicht mehr die taktischen Manöver wahrendder Schlacht selbst. Der Antheil der Unterfeld-hcrrn an dem Ausganq der Schlachten war hier-bei zu groß. Jene taktischen Aufmarsche, welcheFriedrich, wie bei einem Uebungs-Manöver aus-führte , sind ganz weggefallen. Die verschiedenenArmee-Corps eines Heeres fochten in den letztensogenannten Volker-Schlachten jedes ihre beson-dere Schlacht. Welche Wechselfalle laßt dies nichtzu, und wurden auch wirklich dadurch herbei-geführt! Alles sollte endlich auf den Reserven— welches kleine für sich bestehende Armeenwaren — beruhen, über welche der Lberfeld-herr sich die Verfügung vorbehielt; allein beider Ausgedehnrheit des Schlachtfeldes und den'Ungeheuren Entfernungen verlor er auch diesenur allzuoft aus der Hand. Oder bei den Ver-wickelungen der Schlackrlinie, welche oft durchBismarks Reuter-VMiothek. I. S