Band 
Erster Theil.
Seite
405
JPEG-Download
 

Allein die Kriegskunst — wiefern sie einVerhältniß des praktischen L.bens abhandelt unddie Erfahrung zur Basis hat — muß auch beiihrem Vertrag auf den Menschen Rücksichtnehmen. Der Mensch aber ist nicht blos einerkennendes Wesen, sondern auch ein handeln-des , ein für Lust und Schmerz empfänglichesWesen, und will nicht blos durch abstrakte Weis-h>it überzeugt, sondern durch erweckte Theil-nahme erwärmt werde». Dieses ist von denmilitärischen Schriftstellern nur zu lange über-sehen worden. Daher blieben auch, seitdem imigle» Jahrhundert in Europa die Kriegswissen-schaften wieder neu aufblühten , solche alleinigesEigenthum der Artilleristen und Ingenieurs,und beschrankten sich auf wenige positive Lehren.Dadurch aber wurden Borurtheile und Einsei-tigkeit fortgepflanzt. Erst im vorigen Jahr-hundert traten Männer auf, besonders in Frank-reich , voll Strcbens in eigenthümlicher Geistes-kraft , welche die bisherigen Fesseln durchbrachen.Der Pedantismus der Militar-Litkeratur erlitteinen empfindlichen Stoß. — Gegenwärtig ver-»..lsaltigt sich die freie Bewegung und das