Es ist immer ein Gewinn für das lesendePublikum, für die Wissenschaft, wie endlichfür den Autor selbst, wenn verschiedenartige An-sichten sich cmssprechen, und dem Lobe und demTadel sein Recht widerfährt. Nur aus dieseWeise lassen sich Verqleichungen anstellen, undder partheilose unbefangene Leser solcher Kritikenerkennt sehr leicht, ob Persönlichkeit dieFeder geleitet hat.
Jede Meinung findet ihren Gegensatz ineiner andern Meinung. Die Wahrheit hat kei-nen Gegensatz — man müßte denn der LügeSanktion ertheilen. Wer die Wahrheit angreifst,nimmt daher auch gleich zur Verläumdung seineZuflucht — und wendet sich vom Gegenständeder Sache zum Gegenstände der Person. Woirgend ein Kritikus diese Wendung macht, daist der Verdacht augenblicklich basirt — daß derangegriffene Gegenstand eine Wahrheit ist.
Das Werk zerfällt in 7 Abschnitte,, denenRef. folgen muß, soll es ihm anders gelingen,,Las Urtheil des Lesers vorzubereiten.