Das Genie schafft, erfindet, dasTalent führt das erschaffene, das erfundene wei-ter, bildet es aus, vollendet, rundet. Das Genielebt nur in eigenen Schöpfungen, das Talentvermag an jedem gegebenen Stoff sich zu ver-suchen. Aechtes Talent ist selten, achtes Genienoch seltener. — Tüchtige Arbeiter, die beiAnstrengung etwas vor sich bringen, gehen mitin den Kauf. — An ihnen ist kein Mangel.Beides, Talent und Genie sind die schönstenGaben des Ewigen. Diese Duplicität füllt Raumund Zeit mit den herrlichsten Gejstes-Produktio-nen. Bei Werken des Talents ist der augenblick-liche Effekt gewöhnlich starker, eindringender,aber auch vorübergehender. Bei Werken desGenies ist der Effekt langsam eindringend, aberdafür auch tiefer Wurzelfassend, dauerhafter.
Das Genie brillirt meistens mehr durchkennen, als durch wissen. So finden wirüberall Genies, nn Gebiete der Kunst, ja selbstl>ei gewöhnlichen Handwerken. Genies l.eben un-t» den Landleuten , in WAdern rc., wir findenÜe unrer den rohestcn Nationen, in der Kind-