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3 (1838) Was sie sein werden - ihre dereinstigen Leistungen / von Carl Friedrich Gumtau
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I.

In der Schlacht von Breslau (s. Thl. 1. S. 23 undNachtrag ll) standen die Jäger auf dem rechten Flügel un-serer Armee, in dem hinter Pilsnitz, Zwilchen diesem Dorfeund Cosel angelegten Verhau. Pilsnitz selbst war mit einemFrei-Bataillon besetzt, welches durch 2 Infanterie - Bataillonsunterstützt wurde.

Der Feind griff unsere Stellung vor und um Pilsnitzdrei Mal vergeblich an. Er wurde immer zurückgeschlagenund konnte den ganzen Tag hier kein Terrain gewinnen.

Die im Verhau hier postirten Jäger schössen mit solcherWirksamkeit, daß die Oestreich» beim ersten Anlauf dagegen22 Offiziere und 400 Mann verloren.

Der Feind gesteht nun selbst, daß er wegen des be-schwerlichen Terrains, der Stärke der Verschanzungen unddurch die Tapferkeit der Unsrigen drei Mal mit großem Ver-lust zurückgeschlagen sei.

Dieß als Thatsache ganz zugegeben, haben wir aber wohl zubeachten, daß hier ein großer Theil des günstigen Erfolgesauf Rechnung der zweckmäßigen Verwendung der Jäger, derrichtigen Auswahl des geeigneten Terrains und der für ihreFechtart passenden Aufstellung, wie nicht minder ihrer eigen-thümlichen Geschicklichkeit, womit sie den Feind in großerUeberzahl vernichteten und die ihnen zugetheilte Bestimmungerfüllten, gebracht werden muß.

Es giebt uns dies Beispiel demnach in allen Beziehun-gen für die Waffe Belehrung und kann uns als Muster, eben-sowohl für ihren Gebrauch, als für ihr Verhalten gelten.

H.

Der zweite Fall, welchen wir der Geschichte unsererWaffe entnehmen, bezeichnet ihren Werth in unserm vaterlän-dischen Kricgsheere durch den eben so bemcrkenswerthen als rühm-lichen Zug des Benehmens der Jäger bei dem Ueberfall beiHochkirch am 14. Oktober 1758. (Thl. l. S. 30 u. ff.)

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