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3 (1838) Was sie sein werden - ihre dereinstigen Leistungen / von Carl Friedrich Gumtau
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Zahlen der obengedachte Augenzeuge sich, wenn er sich nichtirrt, erinnern zu können glaubt) von ihnen erschossen, todtauf dem Platze fand. Dadurch gewann dann allerdings dieAngabe der Jäger, daß sie wohl von 100 Franzosen ange-griffen worden seien, große Glaubwürdigkeit, da man von dergedachten Anzahl Todter auf eine verhältnißmäßige, wenigstensdoppelte Anzahl Blcssirter schließen darf, wenn man auchannehmen will, daß bei dem ungestümen Andränge des Fein-des auf die wenigen Jäger, das Feuer der letztem in großerNähe, dem Feinde vorzugsweise verderblich gewesen sein mag.

Eine so entschiedene, kaum glaubliche Leistung der Büchsegehört jedenfalls zu den außerordentlichen und sehr merkwür-digen Fallen, insbesondere aber erscheint dieses Gefecht inso-fern vorzugsweise bemerkcnswcrth, weil hier das Resultat unddie Wirksamkeit der Waffe so bestimmt hervortritt und zuermitteln war, indem, was nicht leicht vorgekommen ist undnicht oft wieder vorkommen mag, das Gefecht der Jäger soganz isolirt war, und die nachherige Besichtigung des Kampf-platzes die nöthige Einsicht über die ausschließliche Leistung derJäger gewährte. Das Gefecht selbst dient zum Beleg, wasbei Umsicht, Gewandtheit, Muth" und Ausdauer geschickteFührer der Waffe leisten können. So gering die Anzahl derhier thätigen Jäger war, so dient ihr ausgezeichnet rühmlichesBerhalten eben sowohl zum erhebenden Beispiel für alle Zeit,als zur beachtenswerthen Lehre, die nicht verloren gehen und" jedem Grünrock die Ueberzeugung gewähren wird, daß es nichtleicht eine Gefahr geben kann, in welcher er sich verlorengeben muß und aus welcher er sich nicht durch die wahrenEigenschaften eines tüchtigen Jägers und Schützen, im Ver-trauen auf seine Waffe, ehrenvoll zu ziehen Hoffnung ha-ben darf.

Eben sowohl wegen der ehrenden Anerkenntniß des ge-dachten Verhaltens der Jäger, als wegen der daraus zu ent-nehmenden Lehre, fühlett sich gewiß mit mir alle Waffenge-noffen dem gütigen Mittheiln der hier gegebenen Darstellungdes Gefechts bei Bondenthal, um so mehr dankbar verpflichtet,als dessen Glaubwürdigkeit, sowohl nach seiner amtlichen Würde,