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3 (1838) Was sie sein werden - ihre dereinstigen Leistungen / von Carl Friedrich Gumtau
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Kaiser nach einer Weile sehr ernst hinzu: ich sühre den Kriegnicht gegen Kinder und werde ihn seiner Mutter nach Berlinzurückschicken, denn er ist noch zu jung um den Krieg mit-zumachen. Er wurde wieder freundlicher, nahm eine Sem-mel, die ihm eben von einem Lakaien dargereicht wurde undgab sie dem Junker v. Stockhausen mit dem Bemerken:er werde wohl Hunger haben. Letzterer theilte die Semmelund bot dem Lieutenant v. Müller die Hälfte davon an,worüber die Marschälle ihren Beifall bezeugten.

Die Anerbietungen, welche der Kaiser bei dieser Gele-genheit dem Junker v. Stockhausen machen ließ und welchedieser standhaft ablehnte, sind seines Orts erzählt worden.

Dem Husaren, der den Lieutenant v. Müller gefangengenommen hatte und der ihn nun fortführen wollte, sagte derGeneral l.ese;vro-I1^8nauecte8-. der Kaiser ließe ihm befehlen,in Jena für den Verband seines Gefangenen zu sorgen.

XI.

Bei Aufzählung der Theilnahme unserer Waffe an denEreignissen in Pommern 1807 Seite 180 und ff. ist zu bemerken:

1) am 4. März commandirte der Lieutenant Fischer die20 Jäger bei dem Detaschemcnt des Lieutenants v. Blan-kenburg; er setzte mit ihnen in Kähnen über den Trep-tower-Deep und attakirtc den Feind, der circa 20 Mannstark war. Der Feind verlor 1 Todten und 2 Gefangene.

2) Bei dem Gefechte am 6. März wurde der LieutenantFischer auf dem Colberger - Deep am Kopfe bedeutendverwundet.

3) Der Lieutenant von Blanken bürg vom Grenadier-Bataillon von Waldcnfels wurde beauftragt, einennächtlichen Ueberfall auf den vom Feinde besetzten Postenauf dem Torfmoor zu machen. Das Kommando dazu be-stand aus 1 Oberjäger und 20 Jägern, 2 Unteroffizierenund 20 Mann Infanterie und 20 Husaren. Diese Unter-nehmung gelang, es wurde vom Feinde größtentheils Allesniedergemacht und 12 Gefangene eingebracht. Ein Jägerwurde dabei erschossen.