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und den größten Theil der Garnison, der aus unzuverlässigenLeuten bestand, zur Erfüllung ihrer Pflicht anzuhalten.
XIV.
Bei den Seite 195 und ff. angezeigten: »Bemerkcns-werthen Zügen Einzelner« verdient noch nachgetragen zuwerden:
1) Der Seile 201 namhaft gemachte Oberjägcr Kunowsky,als vorzüglicher Schütze bekannt, ging in Colberg die Welleein, einen in den feindlichen Werken beschäftigten Ingenieur-Offizier, von dem nur von Zeit zu Zeit etwas sichtbar wurde,in Zeit von 5 Minuten zu erschießen. Kunowsky ge-wann wirklich die Wette, denn genau nach Verlauf derbestimmten Frist mußte der feindliche Ingenieur-Capitaineinem muthwilligcn Scherze das Leben opfern, indem sol-ches dem kunstfertigen Schützen, als Lohn seiner Geschicklich-keit, eine Bowle Punsch, als Preis der Wette, einbrachte.
2) Der Oberjäger Neumann zeichnete sich bei der Bela-gerung von Colberg in allen Affairen durch seine Bravourrühmlich aus und erhielt dafür die silberne Verdienst-Me-daille. Er benahm sich bei jeder Gelegenheit mit eben sovielem Muth, als großer Umsicht, so daß er bei allen sei-nen Vorgesetzten, Kameraden und Untergebenen ein ganzbesonderes Vertrauen genoß, welches sie ihm besonders da-durch bewiesen, daß sich die Jäger gern seiner Führungunterordneten, die ihm vielfach bei Abwesenheit höherer Vor-gesetzten anheimfiel. Er bewies auch später die von ihmallgemein geltende gute Meinung, als er in der zweitenCompagnie des Garde-Jäger-Bataillons dienend, wegenschwerer Verwundungen als invalide anerkannt und imBesitz des Invaliden - Forstversorgungsscheins, beim Aus-bruch des Krieges 1813 mit ins Feld zog, sich überallausgezeichnet benahm und bei Groß-Görschen aufs neueblessirt wurde. Gleich ihm verließ der Oberjägcr Elbin-g er seine ihm in Folge seiner Invalidität verliehene Förster-stelle und machte den Feldzug 18^tz im Garde-Jäger-Bataillon freiwillig mit.