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der Major die Verantwortung übernehmen müsse, wenn daSGeschütz verloren ginge.
Erst lange, nachdem die Angriffe auf Klein - Bautzen abge-schlagen waren, zogen sich die Jäger mit den übrigen Truppenab, wobei sie auf der Ebene bis zum Desilee von Wurfchcnheftig mit Artillerie beschossen wurden. Feindliche Infanteriefolgte nicht.
Zum Beweise der Heftigkeit des feindlichen Angriffs aufKlein-Bautzen, sowie des dabei stattgehabten lebhaften undblutigen Gefechts, und der eben so mulhigen als umsichtigenVertheidigung durch die Leistungen der Jäger führt Referentnoch den Umstand an, daß, als einige Tage nach der Schlachtdem Brigade-Chef die Verlustlisten eingereicht wurden, dieserdie Angabe des geringen Verlustes des Bataillons (etwa 15Todte und Blessirte exet. des Bey er sehen DetaschementS,welches auffallend viel verlor) unrichtig fand und erklärte - erhabe das Bataillon in Klein-Bautzen von den dahinter liegen-den Höhen aus ganz wohl im Feuer gesehen, es müsse mehrverloren haben, die Liste sei falsch und müsse solche berichtigtwerden. Da sich indessen deren Richtigkeit bei nochmaligerUntersuchung ergab, mußte dem Brigade-Chef das Sachver-hältniß durch Darlegung der oben angegebenen Umstände: derguten Deckung und der umsichtigen Benutzung der Mauer re.erläutert werden.
Nach dieser von einem glaubwürdigen Augenzeugen gege-benen und von mehreren Theilnchmcrn bestätigten Relationdes gedachten Gefechts bei Klein- Bautzen ändert sich die dar-über Seite W6 gemachte Aufstellung über den Gebrauch derJäger in der Schlacht bei Bautzen, insbesondere bei dem ge-dachten Gefechte aus zureichendem Grunde von selbst dahinab, daß dies Gefecht mit vollem Rechte zu denjenigen zu zählenist, in welchem die Büchsenschützen durch ihr, in der Sicher-heit des Schusses, entschieden überlegenes Feuer, ein entschei-dendes Resultat herbeigeführt und daher für den Gang desGefechts selbst eine anerkannte Bedeutung gewonnen haben.
Wenn hier die zweckmäßige Verwendung der Jäger an