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3 (1838) Was sie sein werden - ihre dereinstigen Leistungen / von Carl Friedrich Gumtau
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schäftigung halten müssen. Alles dies sind solche Sachen,die im Kriege sehr häufig vorkommen, und deshalb imFrieden nicht auszulasten sind.

tz. 15.

Ist der Soldat in der Vertheidigung geübt, so nimmtman den Angriff vor. Man fängt ebenfalls mit dem ebe-nen Terrain an, und schreitet dann zu dem coupirtenüber. Das Sccundiren von Vorder- und Hintermann er-fordert aber hier schon mehr Aufmerksamkeit, wenn die Be-wegung der Linie nicht durchs Feuer in Stockung gerathensoll; bei dem Feuern im Avanciren muß dem Schützen ein-geschärft werden, durch einen kleinen Verlauf einen Vor-sprung zu gewinnen, damit seine Nebenleute nicht Gefahrlausen in seine Schußlinie zu gerathen. Durch das zumPrinzip gemachte Zielen nach einem Gegenstände ist dasletztere möglich zu verhindern, und wird das früher vorge-schlagene Tiraillircn mit scharfen Patronen, nach und voreiner Bretterwand, die deutlichste Belehrungsart gegebenhaben.

tz. 16.

Noch habe ich einen in der Armee eingerissenen Fehler,das ungeheure Lausen beim Tiraillcmcnt zu rügen. Man kannnicht oft genug wiederholen, daß die Grundidee in der zer-strcueten Fechtart, in dein sichern Schießen liegt; einkeuchender Mensch kann aber diese Bedingung unmöglich er-füllen. Mit leichten Truppen verbindet man freilich auch denBegriff der möglichsten Beweglichkeit, diese muß aber immerder Bestimmung des Schlagens untergeordnet sein. DasLaufen ist aber die erste Gelegenheit zu allen Unordnungenund Unglücksfällen, die bei einer ruhigen und überdachtenHandlung des Manövers, und ruhigem Laden des GewehrSnicht vorfallen können. Am Ende entstehen Jalousics, die nurdas sogenannte Sitzenlassen im Kriege herbeigeführt haben.Es wird daher hiermit festgesetzt, daß bei allen Manövers mitrepräsentirtcm Feinde alles Handgemenge durchaus vermiedenwerden müsse.