Instruktion
des General von Bork
zu den
Felddienstübungen der leichten Truppen für das Jahr 1811.
Es ist nicht zu verkennen, daß die leichten Truppen beiihren Felddicnst - Uebungen in dem verflossenen Jahre ungeachtetmancher örtlichen Hindernisse und einer ungewöhnlichen Rc»krulirung, dennoch einen sehr großen Eifer bewiesen, und daßsie den eigentlichen Zweck aller militairischen Uebungen, wirk-liche Ausbildung für den Krieg, sich lobenswerth zum Zieleihrer Bestrebungen gesetzt haben.
Wenn indeß nach den an mich eingereichten Uebungs-Berichten noch immer eine gewisse Unsicherheit, sowohl in denDispositionen, als in der Ausführung herrscht, so liegt dieserFehler wohl meistens darin, daß man sich nicht allgemeinüber den Krieg, wie er sich in der Wirklichkeit macht, so wieüber die eigentliche Bestimmung der leichten Truppen, alsbesondere, aber in den Hauplplan eingreifen müssende Theiledes größeren Ganzen, einen klaren und umfassenden Begriffgebildet hatte. Man war ohne Zusammenhang in die einzelnenDetails gegangen, ohne zuvor mit seiner Meinung über dasGanze im Reinen zu sein.
Schon bei meiner vorjährigen Instruktion (die ich beiMuße nochmals zu lesen bitte, weil ich mich auch in dieserauf sie beziehen muß) beabsichtigte ich, indem ich eine Ueber-sicht vom Gebrauch der leichten Truppen im Kriege, über-haupt gab, die Herren Kommandeurs dieser Truppen-Gattungbei den Uebungen derselben auf eine Grundmaxime hinzuleiten,vorher das Ganze ins Auge zu fassen, und dann erst zu denVorschriften für die Details überzugehen. Diese Maxime hat