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gleicher Zeit: ziehet Euch zurück, rechts und links um und Char-giren und Stopfen geblasen wurde! Man vertheile aber dieOffiziers und Unteroffiziers gehörig in der Mitte, auf die Flügelund hinter der Front, lasse sie nicht blos hinterher spazircngehen, sondern hübsch um sich blicken, dann wird man nurselten zu Signalen seine Zuflucht nehmen dürfen, die über-haupt nur der Kommandant des Ganzen oder der Linie an-geben darf.
Der schon einmal angezogene General Ewald hat ganzRecht, wenn er sagt, daß die leichte Infanterie in einemGefecht, bei dem Lärmen des Feuers mehr sehen als hören,und daß man sie nicht wie wilde Thiere nach der Musik ab-richten müsse. Er behauptet von den Amerikanischen Rüfcl-männern: daß sie die besten leichten Infanteristen von derWelt waren, weil ein Jeder derselben ein geübter Jäger sei,und alle List besäße, die zur Jagd wie zum Kriege gehöre;und dennoch, sagt er, daß sie nur den Schall ihrer Kühhör-ner oder Seemuscheln vervielfältigt hören ließen, wenn sieden Feind braviren oder ihm eine Nase drehen wollten.»Dagegen sind sie abgerichtet, nach dem Winke unter sich,geschwind bei der Hand, in Flankm und Rücken zu sein, undwenn es schief geht, schleichen sie fort wie die Katze vomTaubenschlage.«- —
Ich empfehle daher der leichten Infanterie, diese Nüfel-männer zum Muster zu nehmen, die Gemeinen an Apcll undUmsicht zu gewöhnen, den Erercierplatz aber nicht zum Tanz-platz, und den Lärm eines Manövers nicht durch ein unnützesGeblase noch größer zu machen.
Um aber über die Signale eine Gleichförmigkeit in derganzen Armee zu bewirken, habe ich Sr. Majestät dem Kö-nige Vorschläge.eingereicht und Se. Majestät haben daraufdie anliegenden Signalnoten mit ihrer Anwendung als allge-meine Vorschrift anbefohlen.
Die Anzahl dieser Signale ist freilich noch groß genug,der gemeine Mann braucht aber nur die nothwendigsten zukennen, und es ist nicht erforderlich, daß er ihrer wegen zum