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Kayserlich-Frantzösicher Friedens-Schluss : wie solcher den 7. Tag Herbstmonat 1714 zu Baden im Aergäu getroffen und underschriben worden
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deſſelben 3e. Articuls klaren Einbalt geſchehen/ treulich und ohne Anſtand/ denen:die durch genugſame Urkund/ ſolches beweiſen koͤnnen/ zuruck geſtellt/ und die Get-ſel⸗ welche auß der oder dieſer Urſach geliefferet oder abgeſubrt worden/ ohne Loß-gelt ſchleunig außgeliefferet und frey in ihr Vatterland zuruck geſchicket werden. Was aber die Contributionen/ welche der eint ald andere Theil, biglu der in dem Raſtättiſchen Tractat beſtimten Zeit zu behalten/ ſchuldig/ undructſtellig ſeyn wird/ ſoll ſelbiges innert friſt von drey Monaten von dem Tagder Außwechßlung der Genehmbaltungen dieſes gegenwertigen Trectas. gerech-net/ bezahlet werden; doch alſo/ daß man innert dieſer Zeit nicht beſtigt ſepe! widerdie unwillige Schuldner nach der Scharffe zu verfahren! wann dur der Bfabtunghalben gnugſame Verſicherung gegeben wird. Die in verwichenem Krieg gemachte/o wol Kriegs, als Staats- Gefangene/ welche bin und wider noch niet in diererheit geſetzet/ verden gefunden werden, ſollen obne Loßt⸗Gelt auf das scheut ſteerlaſſen werden/ mit der Frepheit/ ſich zu begeben wohin ſie wollen. So ſollen auchie Kriegs Truppen/ welche Krafft vorermelten 35. Artzculs! 1. Tag nach der dze-nehmhaltung des zu Raſtatt geſchloſſenen Friedens auß dem platten rand in bepd-Hasan Gebiethe/ ſollen abgefuhrt werden wann einge wider ver-offen noch nicht abgezogen/ ſchleunig/ und ohne fernere Verweilung abacfuhrtwerden/ damit alle und jede Einwohner beyder Theilen/ der Früchten des Fuildensund der Ruh deſto eher/ thaͤtlich genieſſen mogen. Wie alſo Ihro Kab ſerl. Maseſt.ero Truppen auch die Reichs⸗Truppen/ auß dem platten Land des Ertz⸗BiſtumsColln und auß Bayern zuruck ziehen muſſen/ und auch den Abꝛug derjenigen/ wel-che noch ruck gebliben ſeyn mochten/ eheſt veranſtalten werden. Dieſe Landerund Staaten ſollen ubrigens auf die/ in den 10/767 17/ und 18. Articlen dieſes

Tractats, vorgeſchriebene Weiß und Zeit abgetretten werden.

XXII V. Die zwiſchen Ihrer Käyſerl. Mayeſt. und des Reichs/ wie auch IhrerAllerchriſtl. Mayeſt. Underthanen/ Zeit während dieſes Kriegs verbottene Handel-ſchafft ſoll alſobald nach underzeichnetem Friede eben mit ſolcher Freyheit/ als vor

em Krieg/ wider hergeſtellet ſeyn; Auch manniglich und ein jeder/ ins be ſonderaber die Burger und Einwohnere derer Reichs und Handel ⸗Stätten alle Sicherbeitzu Meer und Land genieſſen/ mit den/ durch ſolenne Tractat, oder durch alte Ge-wonheit erhaltenen falten Rechten/ Befrevungen/ Freybeiten/ und Nuß en/ wel-ches zu fehrnerem Vergleich/ nach genchm gehaltenem Frieden verwirſen iſt.IN. Alles was durch dieſen Frieden verglichen werden/ ſoll gültig ſeyn/auf eine beſtändige Veſte gegruͤndet/ beobachtet und vollzogen werden erne Verhinderung/ auch mit Abſebaffung und Auffhebung alles deſſen was demſelbeniemalen zuwider geglaubt/ angebracht oder erdacht werden konte/ ob es gleich ſol-che Dinge weren/ derenthalben beſondere und weitläuffigere Meldung geſchehenſolte oh aber die Abſchaffung und Aufhebung null und nichtig ſeyn erachtet wer-

n moͤchte.

XXXVI. In dieſem Frieden ſollen 1 eingeſchloſſen ſcyn alle dit jenige/ wah2