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Sibyllinische Blätter des Magus im Norden / Johann Georg Hamann ; nebst mehreren Beilagen herausgegeben von Friedrich Cramer
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Hamann's Leben.

uigsberg, der den Namen des AltstädtschenBaders allen jemals feilen Ehrentiteln, undnoch wohlfeileren Ancrbictungen derselben vor-zog: denn Billigkeit war ihm heiliger, alsRuf und Gewinn; Billigkeit im schärfsten,weitesten, tiefsten Verstände war die Seelefeiner Urtheile und Handlungen, beide aberbescheiden, und standhaft gegen alles Ansetznder Person, Gewalt und Form."Meinseliger Vater wünschte sich öfter bloß deshalbein Gelehrter zu seyn, um der Billigkeit einDenkmal schreiben zu können." (S. 8. Ent-kleidung und Verklärung.)

Johann Georg erhielt in seiner VaterstadtUnterricht, als Kind in einigen Winkelschulcn,als Knabe in der Domschule und als Jüng-litig besuchte er fünf Jahre hindurch die Hör-säle der Universität (von 1746 an), wo be-sonders Kunzeu und Raypolt seine Liebe fürdie Wissenschaften leiteten, indeß er sich, aufden Beruf eines Gottesgelehrtcn hingewiesen,bald unter dem Vorwandc eines stammelndenRedeorgans, von der ihm vorgezeichncten Be-stimmung losmachte und sich der juristischen

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