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Sibyllinische Blätter des Magus im Norden / Johann Georg Hamann ; nebst mehreren Beilagen herausgegeben von Friedrich Cramer
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10
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JO

Hamann's Lebe».

gen. Die reinste kindliche Liebe zu seinen tAeltern, der Wunsch, ihnen Freude nach ihremSinne zu machen und ihre Hoffnungen zuerfüllen, wurde mit inniger Frömmigkeit vonHamann festgehalten, obgleich seine schonvorhin angedeutete Eigenthümlichkeit bewirkte,daß der Wunsch eine beschrankende Fessel unddie Hoffnung ohne Erfüllung blieben. Schoni/4g sang Hamayn seinem Vater bei derGeburtstagesfeier:

,,.D dreimal selig sey der Tag!

Da Dich Dein Vater segnend grüßte,

In Vaterblicken zu Dir sprach

Und Dich als Sohn mit Inbrunst küßte.

Du weintest zwar bei Seiner LustIn kindlich ahndungsvollen Schmerze»;

Doch fandst Du an der Mutter BrustZugleich die Ruh' an ihrem Herze».

Mein von Dar unbeneidtes Glück,

Das Dir zu frühe ward entzogen,* *)

Bleibt

*) Hierbei macht H., der Sohn. selbst die Deiner-

kling: Mein Vater war noch kein Jahr alt,als mein Großvater starb. Meine Großmutter(eine einzige Tochter des Johann Muscovius.

von