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Sibyllinische Blätter des Magus im Norden / Johann Georg Hamann ; nebst mehreren Beilagen herausgegeben von Friedrich Cramer
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Seite
16
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Hamann's Leben»

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geknüpfte nähere Verbindung bot ihm die An-regung und Mittel dieser Ausflucht dar. Erübernahm merkantilische Auftrage, und hofftein weltlicher Geschäftigkeit und geistiger Zer-streuung die Unbefangenheit seiner stillen Thä-tigkeit wieder zu gewinnen, welche, wie seineGesundheit, durch den Tod seiner geliebte»Mutter vieles gelitten hatten. Er wolltenicht den Schmerz ertragen, von den Seini-gen persönlich Abschied zu nehmen. Er ließsich daher in Del malen, ganz in dem Ko-stüme, in welchem ihn der alte zärtliche Va-ter jeden Morgen im Bette fand, wenn erihn zu wecken, oder ihm einen guten Morgenzu bieten kam; im Hemde, mit schwarz sei-denem Bande vorn zugebunden, und mit einembunten seidnen Tuche um den Kopf. DiesesBild hing er vor seine Schlafstelle, damitder Vater es am Morgen nach seiner ver-heimlichten Abreise fände.

Noch im Laufe des Jahres 1766 gingHamann nach Berlin, verweilte lange genug,um mit den dortigen Gelehrten, unter wel-chen ihn Wendelsohn besonders ansprach, nä-here