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Sibylllnischc Blätter.
6g.
Göttlich ist es, ja göttlich, die Schwach-heiten der Schwachen anzuziehen, und sichihrer Dcnkungsart so wenig, als ihres Flei-sches und Blutes, zu seiner Tracht zu schä-men; aber es ist auch menschlich, zu bren-nen und feurige Kohlen auf die Haarschädelderjenigen zu sprechen, welchen die Wahrheitzum Stein des Anstoßes gereicht, und diesich daran ärgern, wodurch sie gewitzigt wer-den können.
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7 °.
Gott sorgt für die Farren und Kälberunserer Lippen. — Der sich die Stimme derRaben, wenn sie ihn anrufen, gefallen läßt,und den Mund der Säuglinge zum Heroldseines Ruhms bereiten kann, zieht den Ernsteines erstickten Seufzers, — einer zurückge-haltenen Zähre, — der spitzfindigen Gerech-tigkeit des Wohlklangs und dem Niercnfctteder Chöre vor.
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