i66 Sibyllinische Blätter.
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Jedermann giebt zuerst guten Wein, undwenn die Gäste trunken worden, alsdann dengeringern. DieS ist der Lauf der Welt, auchder Wandel gemeiner Schriftsteller. —Oeffentliche Ergotzlichkeiten, an denen derGeist der Religion Antheil nimmt, behalte»den guten Wein bis aus Ende, und verwan-deln die unschmackhafte Eitelkeit dieses Lebens,in ein Mal von Fett, von Mark — in einMal vom reinen Wein, darin kein Hefen ist,— wo der Becher überläuft und Wollust unstränkt, nicht mit Tropfen, sondern als miteinem Strome. — Die EvangelischeWahrheit darf vor dem Ostracismus nichterröthen, mit dem die Lieblichkeit, das Salzund Gewürz ihrer Redensarten aus Gesell-schaften vom besten Ton verbannt worden;aber es bleibt auch wahr, daß der Versu-cher und Ankläger unserer Brüder, wie zuHiobs Zeiten, also noch heutiges Tages unterden Kindern Gottes kommt, selbst wenn sieauf Kanzel und Altar vor den Herrn tre-ten. —