Zweites Buch.
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So wie alle Arten der Unvernunft dasDaseyn der Vernunft und ihres Misbrauchsvoraussetzen: so müssen alle Religionen eineBeziehung auf den Glauben einer einzigen,selbsisiändigen und lebendigen Wahrheithaben, die gleich unserer Existenz, alterals unsere Vernunft seyn muß, und dahernicht durch die Genas!» der letztem, son-dern durch eine unmittelbare Offenbarungder ersteren erkannt werden kann. Weil un-sere Vernunft blos aus den äußeren Verhält-nissen sichtbarer, sinnlicher, unsiatiger Dingeden Stoff ihrer Begriffe schöpft, um selbigenach der Form ihrer inneren Natur selbst zubilden, und zu ihrem Genuß oder Gebrauchanzuwenden, so liegt der Grund der Religionin unserer ganzen Existenz und außer derSphäre unserer Erkcnntnißkräfte, welche allezusammen genommen, den zufälligsten undabstraktesten modum unserer Existenz ausma-chen. Daher jene mythische und poetische