^ V o r b e r i ch t. xr
Dieß sind meines Wissens die erheblichsten Deutschen Schriften, auswelchen man über die Baukunst der schiffbaren Kanäle bis jetzt einigeBelehrung sich verschaffen können. Ihre Zahl ist so klein, daß die Ver-mehrung derselben mit meinem Buche keiner Entschuldigung bedarf, wennanders dasselbe zum gründlichen Unterricht über diese» Gegenstand etwasbeyträgt; welches zu beurtheilen, dem Sachkundigen billig überlassen bleibt.
In Absicht auf Methode und Vottrag nehme ich mir noch die Er-laubniß zu bemerken, daß die Baukunst schiffbarer Kanäle, oder die Was-serbaukunst überhaupt, wie jede andere Kunst, allgemein'e Grundsätze,Maximen und Regeln hat, deren Vertrag mit eingeschalteten Wort-undSach-Erklärungen ordentlicher Weise vorhergehen, und hinmächst durchBeyspiele an vorzüglich gut ausgeführten Werken erläutert werden sollte;und dieß wäre meines Trachtens das Verfahren eine vollständige Bau-kunst ordentlich und lehrreich vorzutragen. Charten und Pläne, Zeich-nungen und Modelle, Beschreibungen und Urtheile, von ausgeführtenWerken, wie schön und lehrreich sie immer seyn mögen, machen ohneZweifel keine Architektur aus, so wenig als eine Sammlung oder Be-schreibung von Gemählden die Kunst der Mahlerey ausmacht. Perro-uet, Hogrcive, Büsch haben daher ihre lehrreichen Bücher durch V--sLriprion. Beschreibung, Uebersicht u. s. rv. meines Trachtens sehrrichtig betitelt, und die Kunst selbst, von ihren producitten Werken, sehrwohl unterschieden. Nicht vollends so glücklich (wenn anders mein Ur-theil nicht trügt) ist das zu Darmstadt herauskommende große Werküber die Wasserbaukunst gewürdiget und betitelt worden. Statt diesesWerk eine theoretisch praktische Wasserbaukunst zu nennen,möchte es nach der Regel: a Parte poriori tü äenommmio, vielleicht
b 2 besser