Band 
Erster Theil.
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Äd. Leg. Äeol. Lep. §

Ader s. Milchader; Wasserader; Valveln.

Aderlassen, die ersten Spuren davon findet manbey den Egyptiern, die es vom Hippopotamus oderFlußpferd gelernt haben sollen. Wenn dieses einen Ue-bcrfluß am Blut fühlt: so soll es mit dem Schenkel wi-der eine Schilf-Spitze drücken und sich auf solcheArt zur Ader lassen. Auch von den ungarischen Pfer-den behauptet man, daß ste sich, wenn sie sehr erhitztwären, durch einen Biß eine Ader öfneten. Im tro-janischen Kriege war das Aderlässen bereits den Grie-chen bekannt, s. Universal-Lexikon unter Aderlässen.Antipandora von J. A.Donndors 1789. IH. S. 201.

Aderne s. Gliedermänner.

Acgaus s. Schiffsbaukunst.

Aeolipila, Dampfkugel, Windkugel, ist einemetallene oder gläserne hohle Kugel, die sich in einedünne Röhre, mit einer engen Lcfnung, endiget.Wenn man sie zur Hälfte mit Wasser anfüllt und überKohlen setzt: so löset sich das darinn befindliche Was-ser in seine Dämpfe auf, welche mit einem heftigenWinde aus der engen Röhre herausfahren und in we-nigen Minuten ist die ganze Kugel von Wasser leer.Nimmt man, statt des gemeinen, ein wohlriechendesWasser: so kann man vermittelst dieser Kugel einZimmer in kurzer Zeit mit Wohlgerüchen erfüllen. DieAeolipila war schon im ersten Jahrhundert bekannt,denn Vitruv, der zu Augustus Zeiten lebte, hat siebeschrieben, s. Virruvius lib. I. cap. 6,

Aeolus s. Wind.

Aepinus s. Microscop.