Band 
Erster Theil.
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66
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66 Baumwollenpapier.

kam es nach Italien, (aber die Kunst eS zu machen,kam durch die Saracenen aus Sicilien dahin) Vene-dig, und aus Venedig nach Deutschlands), wo man eSschon um das Jahr 8»o kannte; denn Thcophilus Pres-biter oder Tutilo, ein deutscher Mönch in Sanct Gallen,der am Ende des achten oder zu Anfang des neuntenJahrhunderts schrieb, gedenket desselben sehr deutlich §),Pabst Sergius II. schickte i. I. 844 dem Herzog Lu-dolph in Sachsen eine aiifBaumwollenpapier geschrie-bene Bulle, welche die Stiftung des Klosters Ganders-heim betraf k). In England ist das älteste Doeumentauf Baumwollenpapier oom Jahr 1049 *), in Frank-reich das älteste mit dem Datum von tvLo **), inSpanien befindet sich im Kloster zu Silos ein Vokabu-larium, wo uutcr den Pcrgamentblättern auch dickebaumwollene Papierblätter vorkommen, die mit gothi-schen Buchstaben beschrieben sind. Da nun diese 1129in Spanien verboten wurden: so setzt man das Allerdieses Documcnts auf 1090. Bey den Griechen fin-det man vor der Zeit der Kaiserin Irene, die zu Endedes eilften und zu Anfange des zwölften Jahrhundertslebte kein Document auf Baumwolle'**). Im eilftenJahrhundert kam die Kunst, Baumwollenpapier zu ver-fertigen, durch die Araber aus Afrika nach Europa undwahrscheinlich zuerst nach Spanien, welches Land we-nigstens im zwölften Jahrhundert schon Baumwollen-papierfabriken halte >). Eine solche, die ein gewisserSimon besaß, war um 1102 schon in Sicilien k);ob man aber damals schon das Papier auf Mühlenverfertigte, kann nicht bewiesen werden. Man vermu-thet nicht ohne Grund, daß die christlichen Nachfolger