Band 
Erster Theil.
Seite
72
JPEG-Download
 

72 Bergwerke.

dieselben nun etwas tiefer in der Erde zu suchen. Vielbesser, als mäßige Gruben, darf man sich aber wohldie ersten Bergwerke nicht vorstellen. Auch konnte dieLebensart der ersten Menschen zur Entdeckung der Me-talle Gelegenheit geben. Bekanntlich hielten sich dieersten Menschen, ehe sie Hütten bauen lernten und auchnoch nachher, in Höhlen auf; diese mußten sie, wie ihreFamilien sich vermehrten, erweitern und konnten alsobey dieser Arbeit in der Erde leicht aus Metalle flös-sen. Daß diese frühzeitig entdeckt worden seyn müssen,erhellet daraus, daß schon Thubal-Cain ein Meister inallerley Erz und Eisenwerk gcnennt wird a) Wennaber einige behaupten, daß Thubal, Japhcks fünfterSohn b), der erste Bergmann nach der Sündfluthgewesen sey: so ist dieses weiter nichts, als Muthmas-sung. Zu Moses Zeit wurden die Bergwerke schon fürein Glück der Lander geachtet, wie man aus den Aus-drücken in einigen Stellen feiner Schriften c) schlies-set! kann. Die Hauptstelle aber von dem Bergbau derAllen findet sich im Hiob, Kap. 28, V. r—11, worausman sehen kann, wie weit es die Alten schon darin ge-bracht hatten. Zu des Judas Maccabaus Zeit, derim Jahr A787 n. E. d. W. das Priesterthum erhieltund starb, wird schon der Gold- und Silber-bergwerke in Spanien gedacht «i). Fünfzig Jahre nachC. G. entdeckte der Römer Curtius Rufus (man weißnicht gewiß, ob es der Schriftsteller dieses Namenswar) das erste Silberbcrgwcrk in Deutschland undzwar in derWctterau; da es aber nicht ergiebig war,so verließ man es wieder e). Zur Zeit des Nero (s68n.C. G.) war in Dalmatien, nicht weit von der Stadt