Feuer. Z-z
Griechen verehrten besonders die Hefiia, eine Toch-ter des Kronos und der Rhea, als eine Göttinn,weil sie den Nutzen und Gebrauch des Feuers geleh-rek hatte. Auf der Insel Crcta machten die daktyli-schen Jdäcr den Gebrauch desselben bekannt k). Dio-dor erzählt zwar, daß einige Priester behaupteten,Vulkan habe das Feuer erfunden, und dafür hattenihn die Egvpticr als ihr Oberhaupt anerkannt g) ;wahrscheinlich ist dieses aber nur so zu verstehen, daßVulkan den Egypticrn den Gebrauch des Feuers be-kannt machte, und zur Dankbarkeit dafür als ihrOberhaupt anerkannt wurde. Eben so erklären an-dere die Stelle des Pausanias li), wo es heißt: „ei-nige schreiben dem Phorvneus (einem Sohne des„Jnachus, Königs in Argos, der vor dem I. 2400„n. E. d. W. lebte) die Erfindung des Feuers zu",nur davon, daß Phorvneus sein neues Volk in demGebrauche des vom Titan Prometheus erfundenenFeuers unterrichtet habe. Das Feuerfinken, oderdie Kunst, aus den Steinen Feuer heraus zu schla-gen, erfand Pyrodcs, ein Sohn des Cylip >) undder Vortheil, vermittelst des Reibens zweyer Hölzer,Feuer zu erhalten, war schon zu Plinius Zeit denHirten bekannt.
Don dem griechischen Feuer gab es zwey Gattun-gen, die beyde diesen Namen führten. Die eine Artbestand aus Feuerballen, die im Wasser branntenund Brücken und Schiffe anzündeten, welche Gat-tung Marcus Gracchus erfand k). Die andere Art,oder das eigentliche griechische Feuer, welches auchunter dem Wasser fortbrannte, und nicht mit Was-