Gartenkunst. 7
behalte?, in die Erde gegraben r); ausserdem wasserteman auch noch die Garten u), indem man durch dieKunst Wasser hineinleitele v). Salomo hatte auf derSüdseite deS Bergs Zion einen Garten, der durchKanäle gewassert wurde, die man aus dem BrunnenGibon oder Siloam dahin leitete.
In den Gärten, die vom ordentlichen Wohnhaufeetwas entfernt waren, hatten sse auch Gartenhäuser;Ahasja, König in Juda, floh nach dem königlichenGartenhaufe v). Sie waren ferner umzäunt x) undmit Thüren versehen ^), daß man sie verschlieffenkonnte-).
Bey den Griechen soll der Athenienfer Cumol-phus oder Eumolpus zu Athen zuerst den Obstbaueingeführt und das Oculiren der Bäume gezeigt ha-ben us) ; ob eS aber eben derjenige war, welcher Py-thioniceS, d. i. Sieger in den Olympischen Spielengenannt wird, oder ein älterer, ist ungewiß. Unterihren ältesten Gärten find besonders diejenigen merk-würdig, welche Alcinous, König der Phäacier, derzur Zeit des Argonautenzugs, also um 27L0, lebteund ein Sohn deö Nausithous und Enkel des Nep-tuns war, auf der Insel Corfu hatte. Sie waren soschön, daß man sie mit den Gärten der Hesperidenund des Adonis verglich. Man fand durch alle Mona-te hindurch, im Sommer und Winter, die schönstenFrüchte darinnen k>b).
Um ZZL6 waren die Garten des Königs Midasin Phrygien berühmt cc.)
Bey den Griechen suchten sich sogar einige Grossedadurch zu empfehlen, daß sie ihre Gärten aller