Band 
Zweyter Theil.
Seite
37
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Geschichte. Z7

schichte abhandelt. Thucydides, der ZL8<> berühmtwurde, übertraf ihn noch und nach beyden bildetesich Lenophon von Athen (fi ^62^), der den berühm-ten glücklichen Rückzug der zehntausend Griechen, dieer selbst anführte, beschrieb. Ephorus von Cuma inAeolicn und Thcopompus, die um Z646 berühmt wa-ren, liessen schon die Bercdtsamkcit ihres LehreS Jso«cratcs mit in die Geschichte einfiiessen, daher beyde,nebst dem Kallisthenes, der Alexanders Leben be-schrieb , von den Griechen unter allen Geschichtschrei-bern am meisten geschäht wurden x).

Bey den Römern mußten die Oberpriester, vonden ältesten Zeiten her, alle Merkwürdigkeiten desrömischen Staats, nach der Zcitfolge, auszeichnen,welche anfänglich in marmorne Tafeln gegraben wur-den. Diese Tafeln, die man die grossen Jahrbü-cher nannte, waren ihre ältesten Geschichtsbücher undkonnten in dem Hause des Oberpriesters von jeder-mann gelesen werden. Dieser Gebrauch hörte im I.AZv n. S. N. auf, als der Oberpriester Publius Mu-cius Scavola starb, hingegen nahmen nun die An-nalen der Privatpersonen ihren Anfang ^). Uebri-gens war die älteste Geschichte der Römer noch inden Urkunden des Senats und der obrigkeitlichen Per-sonen, in den Tafeln der Censoren, in den Gesetzender zwölf Tafeln, wie auch in den auf Säulen,Statuen und in Tempeln befindlichen Aufschriftenenthalten.

Die Römer schrieben ihre Historien theils in Ver-sen, theils bald in Prosa, in lateinischer, bald in grie-chischer Sprache, welche letztere anfangs bey den Rö-