Band 
Zweyter Theil.
Seite
70
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70 Gewicht.

Da die Verschiedenheit der Gewichte und Maaf-se in einem und ebendemselben Lande kein geringesHinderniß für den Handel und Wandel ist: so such-ten schon Karl der Grosse und Karl der fünfte imRömischen Reiche u) wie auch Heinrich der siebente(von >486 bis >Loy) in England v) gleichförmigesGewicht und Maaß einzuführen. Da aber ihre Be-mühungen vergeblich waren: so blieb weiter nichtsübrig, als die fremden Gewichte mit den einheimi-schen zu vergleichen, um welches Geschäfte sich auch»ikhrcre Gelehrte verdient gemacht haben. JohannGreaves (geb. >602. gest. >6.52). Lehrer der Stern-kunde zu Oxford, zeigte zuerst, daß der Derah oderdie Elle zu Cairo gerade >824 solche Tauscndthcil-chen in sich enthalte, wie die sind, worein der eng-lische Schuh abgetheilt ist; daß ferner der PariserSchuh >063 solche Tausendtheilchcn begreife und daßeine Unze, nach dem Maasse des Chatelet, 472 1/2Gran nach dem englischen Troygewicht betrage >v).Doktor Cumberland in England zeigte, daß der De-rath in Cairo das alte Maas der Egyptier und He-bräer war und haß der Würfel des Derah vollkom-men sechs Bath betrug x). Uibrigens haben Si-mienowitz in seiner Artillerie, Marperger in seinerKaufmannSbörse und Clausberg im vierten Theileseiner demonstrativen Rechenkunst, zur Vcrglcichung-er fremden Gewichte mit den einheimischen, guteAnleitung gegeben.

s) I. Mol. 2.3, ,e>. .3. Mos. >9, 33. 36. c)

Ilisä. VII. v. 471. ä) Ili^ä. VIII. v. 69 leg. e) ?.rüslmel. II. p. 829- 830. III k- 77 r- S> Mof.