Band 
Zweyter Theil.
Seite
72
JPEG-Download
 

?r Gewilkcrablciker.

») Mlnkl«r« Anfang«gr. b«r Physik, §. ZiZ. C,z66. k. Joh. Fr. Hurtmann« Abhandl. von der V«r-wandksch. und Aehnlichk. der «lectr. Krnft mir den Luft-erscheinung. >7zy- S- 2ii. 2ir. e) Lor. Spengler«Wriefe und Erfahrung, der elektrisch. Wirkung, in Krankh.X. Br- p. 101.

Gewitterableiter^ Blitzableiter, '.Wetterab-leiter, ist eine spitzige, oben stark vergoldete, einen hal-ben bis dreyviertel Zoll dicke metallene Stange, dieüber einem Hause errichtet und an demselben herab indie Erde oder in ein Wasser geleitet wird, welcheden Nutzen schafft, daß sie den Blitz und die Grwik-termaterie auffangt oder in sich saugt und in die Er-de leitet, wo sie sich ohne Schaden verbreitet, daherdenn hierdurch Menschen und Gebäude wider daSEinschlagen des Blitzes gesichert werden.

Da eS bekanntlich meine Absicht gar nicht ist, eineausführliche Geschichte der Artikel zu liefern, derenin dieser Schrift gedacht wird: so wird es auch beygegenwärtigem genug seyn, nur die vornehmsten Ver-suche, die zur Erfindung der Gewitterableiter beytru-gen, kurz anzuzeigen.

Man will behaupten, daß schon Numa Pompilius(um Z269 n. E. d. M.) Gewitter habe anziehen kön-nen : Tullius Hostilius (f Zg44) habe dieses nachma-chen wollen und sey darüber vom Blitz erschlagen undverbrannt worden 2); doch find mir die historischenBeweise dafür bis jetzt unbekannt geblieben. Nach an-dern soll auch Herodot schon erzählen, daß man denBlitz mit einer eisernen Spitze angelockt habe d).

Daß man indessen frühzeitig auf Mittel gedachthaben mag, sich wider den Blitz zu sichern, ist sehr