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Glasur, Glasurmalerey.
flüssig werdenden Thon, Bolus, Schlacken, Glas,Glatte, Safior, Neapolitanischgclb, Zinnasche,Spießglas, Bleyglas, Ochererde, Kupferocher, Ei-sensafran ; mit Kupfcrasche wird sie grün, mit Men-nig gelb, mit Schmälte und Braunstein vivlblau ge-färbt. Aste diese Dinge werden fein untereinandergerieben, zu Glase geschmolzen, in Kuchen gegossenund dann zum Glasuren verbraucht. UngebrannteMaaren werden mit Thonwasser befeuchtet und dannnur mit dem Glasurpulvcr bestreut, welches man dietrockene Glasur nennt; gebrannte Waaren aber wer-den mit nasser Glasur überzogen, indem man dasGefäß entweder in die Glasurmasse eintaucht oderdie Glasur mit einer Quaste anspritzt.
Zu den Zeiten Jesus Sirachs, der um Z798 lebte,war die Kunst, Gefässe zuglasuren, schon bekannt a);nachher gieng sie verloren, bis sie im , 1. Jahrhundertin der unterelsaffifchen Stadt Schietstadt von einemTöpfer wieder erfunden wurde. Auch nachher giengsie wieder verloren und erst im iz. Jahrhundert kamman wieder auf ihre Erfindung b). Andere hingegensagen, daß sie blos im rZ. Jahrhundert in Schlct-stadt von einem Töpfer, der ruZz starb, wieder er-funden worden sey.
Slrocb z8, zs — Z4. b) Nützt- Allerley vonI. A. E- GLze, >788- Sechstes Bündch. S« >>p-
G la surrn aler ey. Von der Malcrey auf Glasuroder Schmelze s. Cmailmalcrey. Ausser dieser hat manauch noch eine Malerey unter der Glasur, da die ge-meinen Topferwaaren, wenn sie windlrocken sind, mit