Band 
Zweyter Theil.
Seite
160
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i6o Grenier, Grenzsteine.

Grenier s. Pendeluhr.

Grenzsteine, womit man die Grösse seines Ei»genthums bezeichnet, wurden wahrscheinlich bald nachEinführung des Ackerbaues, durch die Streitigkeiten,die über die noch unbezeichneten Ländereyen unter denBesitzern entstanden, veranlaßt. Zu Hiobs a) undMoses Zeit waren sie schon üblich; der letztere ver-bot das Verrücken derselben und legte den Fluch dar-auf b). Daß ihr Gebrauch bey den Griechen eben-falls in die ältesten Zeiten falle, erhellet aus demHomer, der von den Grenzsteinen, als einem Ge-brauche des Alterthums, redet c). Bey den Römernwar Terminus der Gott der Grenzen, weil er nachdem Tode Saturns dem Morden und dem Kriegeunter den Landleuten durch Vertheilung und Bezeich-nung der Aecker ein Ende machte. 6) Virgil scheintden Ursprung der Grenzen unter den Römern in dieZeiten des Jupiters zu setzen, indem er sagt, daß esvor den Zeiten des Jupiters nicht gewöhnlich gewe-sen sey, die Aecker mit Grenzen zu bezeichnen e).Terminus war auch unter allen römischen Gottheitender erste, deren Dienst durch ein Gesetz geboten wur-de f). Als Numa Pompilius die Grenzen der Rö-mer mit ihren Nachbarn berichtiget, das römischeGebiet unter seine Unterthanen vertheilt und einesjeden Eigenthum mit Grenzsteinen bezeichnet hatte,setzte er den Terminus als Schutzgott darüber underbauete ihm den ersten Altar §)- Weil man dieGrenzen gewöhnlich mit einem Steine K) oder miteinem Baumstämme i) bezeichnete, wurde auch Ter-minus unter der Gestalt eines abgehobelten Baum-stammes