Gürtel. i/z
die Kleider, nachdem sie solche etwas hinaufgezogenhakten, fester um den Leib gürteten. Doch bliebdiese Gewohnheit nicht bloß bey den Morgenlän-dern ; sie kam von den in Asien wohnenden Grie-chen auch zu denen, die in Europa wohnten, vondiesen zu den Römern und durch diese zu anderneuropäischen Völkern. Könige Priester, Soldatenund andere Personen männlichen Geschlechts, aberauch verheyrathete und unverheyeathcte Frauenzim-mer schmückten sich damit.
Schon Hiob gedenkt des Gürtels, als einesZeichens der königlichen Würde b). Die Königetrugen sie größtentheils von Gold; einen solchenschenkte Alexander dem Jonathan c); Zuweilen wa-ren auch die ReichS-Jnsignien auf demselben abge-bildet ä).
Daß die Priester Gürtel trugen, beweiset Aa-ronS Beyspiel. der unter seinem priesterlichen Schmuckauch einen aus ByssuS oder der feinsten Baumwollegewebten und mit Gold gestickten Gürtel hatte e).
Lederne Gürtel, dergleichen Elias f) und Jo-hannes der Täufer trugen, wurden am wenigstengeachtet.
Die Gürtel der Morgenländer dienten zugleichstatt der Geldbeutel Z).
Die Mandarinen in China pflegten sich Gür-tel aus den Schilderchen der kleinen Schildkrötenzu machen l>).
Die Griechen und Römer hatten Gürtel mitgoldenen und silbernen Buckeln; zuweilen waren sieauch mit Eoesteinen besetzt. Aermere Personen trugensie von Metall, welches man vergolden ließ. AuA