Gymnastik. r8Z
nach seiner und des Lactantius Meynung eine Toch-ter des Merkur, nach andern aber des Herkules war,in Slrkadien daS Kämpfen und Ringen erfunden,auch unter den Frauenzimmern die Gewohnheit ein-geführt habe, sich in den gymnastischen Spielen miteinem Schurz zu umgürten, wie dieses Herkules beyden Athleten eingeführt hatte ß). Plinius K) sagt,daß Lykaon, der um 2270 in Arkadien König war,dir gymnastischen Spiele, hingegen Herkules zuOlympia die athletischen Spiele erfunden habe,wovon man unter dem Worte Fechtkunst meh-rcres findet.
Es ist wahrscheinlich, daß schon lange vorderEntstehung der gymnischen Spiele einzelne Uebungenund Wettstreite üblich waren, in denen der Siegerweiter nichts als eine Krone begehrter). Denn imTrojanischen Kriege übten sich die Griechen vor Trojaschon zuweilen im Ringen, Laufen, Diskuswerfen u.s. w. k). Nachher stellte man an den Festen der Göt-ter dergleichen Uebungen an, um das versammelteVolk zu belustigen; bald aber wurden diese Spieleals ein Theil des Gottesdiensts selbst, hernach alseine Vorbereitung zum Kriege und als ein Beför-derungsmittel der Gesundheit angesehen, da dennendlich die förmlichen gymnischen Spiele darausentstanden.
Nun noch einige Anmerkungen über die eiuzelnenSpiele. Die Uebung im Laufen ist von hohem Al-ter. Hiobl) vergleicht die Flüchtigkeit seines LebenSmit der Schnelligkeit der Lauser. Zu Davids Zeitfindet sich schon eine Art des Weltlaufs; Ahimaaz