Band 
Zweyter Theil.
Seite
221
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Harnisch — Harnstrang. ss r

Die Allen schreiben die Erfindung des Harttisches,besonders des Brustharnisches, dem Midias vonMes.sene zu ä).

Indessen hatte der Harnisch nicht allezeit eine me-tallene Bedeckung; man machte bisse Rüstung auchaus bloßem Linnen, indem man solche entweder web-te, oder aus Slrickchen flocht, deren jedes aus vielenlinnenen Faden bestand, oder die Leinwand in Eßig,herbem Wein und Salz beitzte, woraus man danneinen Filz bereitete, der wohl zehnmal dicker, als dieeinfache Leinwand war. Homer gedenkt schon solcherlinnener Harnische und der König Amafis in Egppteuhakte auch dergleichen; er schickte den Lacedamonierneinen, auf welchem Jagdstücke von Gold und gefärbterWolle eingewebt waren e). Kayser Galba trug eben.falls einen linnenen Harnisch t), und Kayser Cvnradhatte einen solchen, der von dem Geschoß nicht leichtdurchdrungen werden konnte 8). Hohberg lehrte ver-mittelst eines besondern Leims einen Harnisch von Lein-wand machen, der schußfrey warb). Vergleiche Bein-harnisch, Brustharnisch, Helm.

a) l'ib. OonsNis sä Virgil. ^en. I.ib. XI. v. 771.k>) Lerviu; ViiHiI. I. c. c) I. I. ttotmanni

I-ex. uoiv. Loatin. Laril. r6zz. t. I. z>. 470. 6) klin.VII, LÜ. e) ttotmsnui I.ex. 1. e. p. ^9. k) Lue.ton. äs 6»Ib» eSp. 19. g) ll. ttokln. I-ex. univ. I.c. p. 1NZ7. K) JablonskI« Allgem. Lex- aller Äunfte u.Wtssensch. 1767. S. L85.

Harn sträng; um bey einem Harnstrang demUrin einen Ausgang zu verschaffen, hat Herr Ctllaiein darzu dienliches Instrument erfunden.

Lauenburg. Gen. Kal-1776. S- "L-