Band 
Zweyter Theil.
Seite
223
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Haubitz. Haus. 22z

Haubitz ist ein grobes Geschütz, woraus mannicht nur horizontal, wie mit einer Kanone, sondernauch, wie mit einem Mörser, im Bogen schiessen, undBomben in die Bastionen und unter die Armeen wer-fen kann. Sie hat zu dem Ende eine Kammer wie einMörser, nur einen etwas langem Lauf, der aber dochkurzer als bey Kammerstückcn und ohngc'ähr nur fünfCaliber lang ist. Man wirft Kugeln von zo Pf., wieauch Kartätschen und Granaten daraus. Ihre Erfin-dung wird von einigen den Holländern, von andernden Engländern zugeschrieben. Eine Haubitze, die leich-ter als die gewöhnlichen siebenpfündigen ist und ebenden Dienst leistet, erfand der Herr Obrist von Lingcezu Neisse und machte sie 1789 bekannt. Sie ist beson-ders für die reitende Artillerie bestimmt.

Haus ist ein Gebäude, welches so eingerichtet ist,daß Menschen bequem darinn wohnen können undwi-

sind. Die ältesten Wohnungen der Menschen warenHöhlen, Hütten und Zelte, wovon unter diesen Wör-tern mehr gesagt werden wird. Anfangs vertraten di-cke Gebüsche, worinn sich die Menschen aufhielten,dann auch bloße aus Zweigen geflochtene Dächer dieStelle der Häuser. Hernach erfand man die Hütten,indem man einige Pfähle errichtete, diese mit Baum-rinden und Aestcn umflocht und solche mit Erde undLeimen überzog, den man, damit die Wände festerwerden möchten, mit Stroh vermischten). In Egyp-ten und Palästina wurden die ersten Häuser aus Schilfund Rohr verfertiget b). Die Kunst, Häuser zu bauen,schreiben die Alten dem Saturn zu, welcher dieselbe