Holzschnitt. rz-K
Wenfalls Bücher auf hölzerne viereckigte Bretter schnei-den b). Die Indianer schnitten auch Blumen undFiguren in Holz, druckten sie auf Zeuge ab, und han-delten damit nach China, wo solche schon iz8 Jahrebor Christi Geburt bekannt waren; s. Kattun.
In Europa gaben die Spielkarten, deren Erfin-dung man in daS Jahr iZLo oder iz6c> setzet (s.Karten), die Gelegenheit zur Erfindung der Holz-schnitte. Die Karten wurden anfänglich nur gemahlt,dieß nahm Zeit weg und man konnte sie nicht in sol-cher Menge verfertigen, wie sie doch verlangt und ver-braucht wurden. Dieß verursachte, daß man daraufdenken mußte, dieselben auf eine leichte Art zu verviel-fältigen, um die Menge der Käufer befriedigen zukönnen. Man schnitt daher die Kartenbilder in Holzein, bestrich fie mit Farbe und druckte sie mir demRcibcr ab. Run war nur noch ein kleiner Schritt
auch Heiligenbilder in Holz zu schneiden und Slbdrückedavon zu machen, worauf man im i4len und iLtenJahrhundert, wo die Verehrung der Heiligen so hochgestiegen war, gar leicht verfallen konnte. Solche ab-gedruckte Heiligenbilder wurden im strengeren Sinnedes Worts Holzschnitte genannt; man findet nochdergleichen mit einem in Holz geschnittenen und ge-druckten Texte auf der Bibliothek zu Wolfenbüttel.Es war nun nicht schwer, darauf zu verfallen, ganzehistorische Vorstellungen in Holz zu schneiden, worausendlich die mit hölzernen Tafeln gedruckten Bücherentstanden c).