Holzschnitt, s6i.
und daß der ganze Irrthum nur daher rühre, weildie L einer z etwas ähnlich sehe; allein Herr Pan-zer hak dagegen versichert, daß die Jahrzahl sehrdeutlich ausgedruckt sey s).
Den ältesten bekannten Holzschnitt mit einerJahrzahl, wodurch das Alter desselben ausser Streitgesetzt wird, entdeckte Herr von Heinicke in dem Car-thäuser-Kloster Buchsheim bey Memmingen. DasBild stellt den grossen Christoph vor und hat die Jahr-zahl 142Z, welche nun in der Kunstgeschichte als dieEpoche angenommen wird, wo man anfieng, Bilderder Heiligen in Holz zu schneiden. Herr v. Murrhat dieses merkwürdige Blatt, welches nach seinerVermuthung in Nürnberg oder in Ulm gemacht wur-,de, durch Sebastian Roland copiren lassen und sol-ches dem zweyten Theile seines Journals für dieKunstgeschichte beygefügt t). Indessen ist eS garwohl möglich, daß es noch ältere Holzschnitte gebe,nur läßt uns die fehlende Jahrzahl wegen ihres Al-ters in Ungewißheit.
Im Jahr -442 hatte man schon ordentliche Forimschneidet' in Nürnberg g), woraus wenigstens erhellet,daß der Holzschnitt von ,42z in der dasigen Gegendgemacht werden konnte.
Vergleicht man nun das Alter dar angeblichenErfinder der Holzschnitte mit der Jahrzahl des älte-sten bekannten Holzschnitts, nemlich 142z: so ergiebtsich daraus, daß keiner von denen, die man dafürausgiebt, der erste Erfinder -er Holzschnitte seynkann. Ihre Namen will ich hier kürzlich anzeigen: