Holzschnitte. 269
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Nach der vom Herrn von Heinicke beliebten Ord-nung machen die Libliii pauyerum, oder die Bibelder Armen, den Anfang. Sie enthalt Geschichten desalten und neuen Testaments und wurde zum Bestender Armen gemacht, die nicht im Stande waren, eindamals sehr kostbares Manuskript von der heiligenSchrift zu bezahlen. Das Buch ist in Folio gedrucktund besteht auS lauter Figuren, deren Inhalt über,unter und zwischen den Figuren durch Aufschriften,Wörter und Zettel mit Sprüchen, in alter gothischeroder Mönchsschrift, angezeigt ist. Von diesem Werke,welches auS 40 Blattern mit Figuren besteht, hatman bis jetzt drey Auflagen entdeckt. Von den beydenersten Auflagen hat bisher noch niemand bestimmenkönnen, welches eigentlich die älteste ftp. Die dritteAuflage wird, weil sie zehn Blätter mit Figuren mehrhat und von feinerer Arbeit ist, für jünger gehalten.Von der ersten Auflage befindet fich auf der Leip-ziger Rathsbibliothek ein Exemplar und die Königl.Hannöverische Bibliothek besitzt ein Exemplar derzweyten Auflage, auf dessen erster Seile von eineralten Hand geschrieben steht, daß der Bischofs.-^usAsriu; der Autor dieses Werks sey. Der Fran-zose AusgariuS, der aus dem Kloster Corbey imJahr ZZi als erster Bischof nach Hamburg kamund 864 als Bischof in Bremen starb, schrieb Bü-cher mitZahlen und Zeichen, die er Malereyen nann-te, welche Texte und Sprüche aus der Bibel, wieauch Stellen aus den Kirchenvatern enthielten, die erzu seinem täglichen Gebrauche mit den Zahlen der Bü-