Band 
Zweyter Theil.
Seite
311
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Jagdkugel — Jagdmusik. zir

den HalS hinunter; hat es solche etlichemal bekom-men , so wird es dieselbe hernach gern aus derHand fresse». Wird das Pferd auf der Jagd er-hitzt: so kann man ihm »ach der Erhitzung wieder-eine Kugel geben und auf solche Art mit zwey oderdrey Kugeln ein Pferd den ganzen Tag ohne Futterauf der Jagd erhalten. Vorzüglich gute Dienste lei-sten diese Jagdkugeln auf Reisen, wenn ein Pferdanstössig wird und man sich eben an Orten befindet,wo man weder Apotheken noch Medikamente antrift.Man nimmt dann zwey solche Jagdkugeln, zerreibt siein einem Quart Wasser oder Bier und giebt dieses demanstössig gewordenen Pferde ein, wodurch die Naturdesselben dermassen gestartet wird, daß solche imStande ist, die anfangende Krankheit ohne weitereUngelegenheit aus dem Leibe zu stossen.

Jagdmusik der Russen wird von einer be-trächtlichen Anzahl Musiker aufgeführt, die alle me-tallene organisirte Jagdhörner von verschiedner Grö-ße haben, womit jeder Musiker nur einen und eben-denselben Ton angiebt, so oft es die vvrgeschriebnenNoten erfordern. Das erste Orchester dieser Art hat-te der Graf Nareskin; es bestand aus 40 Musikern,welche die schwersten Mufikalien aller Meister aufdiese Art mit einer so bewundernswürdigen Geschick-lichkeit aufführten, daß die Harmonie ihrer Instru-mente alle Erwartung und Vorstellung übertraf. Jetztbesitzt der Fürst Potemkia dieses Orchester, der die40 Musiker, aus denen es bestand, im Jahr 1788dem Grafen Nareskin für vierzig Tausend Guldenabkaufte. Es ist also nicht des Fürsten Potemkia