Zahr.
d. i. eine Zeit von ,2 oder iz Mondenmonalen. EinMondenmonat hatte 29 Tage, 12 Stunden, 44 Mi-nuten, daher ein astronomisches Mondenjahr, wennes ein gemeines ist, Z§4 Tage, 8 Stunden, undwenn es ein Schaltjahr ist, Z8Z Tage, 21 Stun-den, das bürgerliche gemeine Mondenjahr aber Z§4Tage, und das Schaltjahr Z84 , zuweilen auch Z8LLage enthalt. Ein solches Mondenjahr von 554Lagen hatten die Griechen noch nach den Zeiten desSolon, der um ZZ90 berühmt war I). Thales vonMileko, der Z4Zy starb, setzte unter den Griechenzuerst das Jahr auf Z6Z Tage m); er hatte dieKenntniß desselben in Egypten erhalten, wo mandamals noch nichts von den Stunden über die Z65Tage wußte.
Aber um das Jahr z6oo machte Plato (fZ6z8) mit seinem Schüler Eudozus von Cnidus, desAeschincs Sohn, der in der 97. Olymp, blühete undin der 107. Olymp, starb, eine Reise nach Cgypten,wo beyde von den egyptischen Priestern erfuhren,daß man zu den Z6F Tagen noch etliche Stundenhinzugethan habe; diese Kenntniß brachten sie mitnach Griechenland, wo sie nun das Jahr ebenfallsauf z6L Tage und etliche Stunden setzten n). Indieser Rücksicht schreibt auch Scrvius dem Eudozmsdie Erfindung des Jahres zu 0). Ohngeachtet aberThales und Eudozms diese richtigere Zeitbestimmungaus Egypten nach Griechenland brachten, wurde die-selbe von den Griechen doch nicht angenommen;denn zur Zeit des Hippocrates (5600) sowohl, alsdes Dcmetrius Phalercus (2700) hatte das Jahr