ZL2 Jtal. Buchhaltung.
1494 zu Venedig gedruckt worden seyn soll. In Eng-land schrieb der Schulmeister Hugh-Oldeastle im I.164^ die erste Schrift von der doppelten Buchhaltung,welche John Mellis i§88 vermehrt herausgab. Derälteste Schriftsteller davon in Deutschland war derNürnbergische Bürger, Joh. Gottlieb, dessen Schriftbey Friedr. Peypus zu Nürnberg gedruckt wur-de. Johann Gottlieb kannte schon vierzigerley Verän-derungen der doppelten Buchhaltung, woraus erhel-let , wie bekannt sie schon damals in Deutschlandseyn mußte. Nachher schrieb Johann Neudorffcr, da-von dessen Schrift der Augsburgische Rechenmeister,Caspar Brinner, >§8§ zu Augsburg in deutschen Rei-men vermehrt herausgab c). Simon Stevin hakteschon den Gedanken, die kaufmännische Buchhaltungauf die Camera! - Rechnungen anzuwenden, welchesseine gedruckte Unterredung mit dem Prinz Moriz be-weiset. Er erzählt auch, daß dieser Prinz im Jahr1604 die Kammer-Register durch einen Buchhaltermit gutem Erfolg nach der Italiänischen Weise habeausarbeiten lassen. In Frankreich wurde eben die-ses schon unter Heinrich 7 ^. (si6io), unter Sully(164.il, unter Colbert (s 168z) und dann auch 1716noch einmal versucht 6). In Wien versuchte man eS17 »6 und Graf Zinzendorfmachte 1761 den zweytenVersuch damit; die Sache hakte aber keinen Bestand e).
s) 8lr»>io XVI. p. 1098. Goguet vorn Urspr. der Gese-tz», Künste und Wlff. I. S. 304. b) Alls einer Stelle indes Cicero Red«: pro Rolcia Loniosäo. c) Kunst-Te-werb- und Handwerksgesch. der Reichsst. Augsd., v-Hrn.Paul v. Stecken, dem jüngern, I. Th. 1779. S. -3 II. Tb-1788- S- 4. ü) Allgem. Lit- Zeit. »786. No. 83- Eben-da f.