Band 
Dritter Theil.
Seite
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»4 Kaffee.

Herr de ClievL nahm 1720 ein kleines Bäumchenmit nach den Antillen ; unterwegs entstand auf demSchiffe Waffersnoth; dem vhngeachtet theilte deClient das wenige Wasser, das ihm durch die Thei»lung zufiel, mit seinem Kaffeebaumchrn und brachtees glücklich nach Martinique, wo es so gut gcrielh,daß die Franzosen im Jahr 17^6, zum Schaden derHolländer, daselbst schon r8 Millionen Pfund Boh-nen erhielten. Auf Jsle de France machte man erst176.5 den Anfang, Arabischen Kaffee zu bauen, wo-zu der Krauterkenner Commerson, der mit Bou-gainvillc die Reise um die Erde machte, die Ver-anlassung gab , weil er in den Wäldern auf Jsle deFrance eine Pflanze auS dem Geschlechte des Kaffeewildwachsend antraf bb). Lhngcachtet des starkenHandels, den Frankreich mit Kaffee treibt, denktman doch auch daselbst auf Mittel, die die Stelledesselben vertreten könnten. Herr Fresnehard inParis hat jetzt ein aus Reis, Gerste, Roggen,Mandeln und Zucker bereitetes Getränke erfunden,das statt des Kaffee's dienen soll. Das Pfund vondiesem Kaffee kostet 24 Sols cc).

Hougthon behauptet, daß in England fich Har-vey bereits des Kaffee's bedient und ein KaufmannRastal in Leghorn schon im Jahr 16^1 ein Kaffee-haus gehabt habe ää). Das erstere wäre zwar mög-lich, indem Harvey erst 16^7 stgrb, indessen hatman für keins von beyden sichere Beweise. Gewisserist daß der Kaufmann Daniel Edwards aus Eng-land, der nach der Türkey handelte, im Jahr ,6^2die ersten Kaffeebohnen und zugleich eine griechische