Band 
Dritter Theil.
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121
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Kleider. 121

Bey den Phöniziern erfand Ufo Z), aus dem Ge-schlechte der Siculer, in Arkadien aber Pelasgusdie Kleider aus Thierfellen Ii), worein sich auch dieEinwohner von Euboea und Phocis kleideten, wieüberhaupt alle diejenigen Völker thaten, die größlen-theilS von der Jagd lebten, welches besonders vonden Scythen, Sarmalen und Deutschen bekannt isti). Die Römer sollen sich erst unter Nero des Pelz-werks bedient haben K); zu Karls des Grossen Zeitwurden noch die Kricgskleider von Fellen gemacht.

Die Erfindung der wollnen Kleider schreibt mander Pallas oder der Minerva zu; wenigstens legt ihrDiodor die Erfindung der Kleider bey, und daß siedas Spinnen der Wolle erfand, ist bekannt.

Die Egyptier schreiben die Erfindung der lin«neuen Kleider der Isis zu l); das köstliche Kleid,womit Pharao den Joseph beschenktem), beweiset,daß sie es frühzeitig in Bereitung der Stoffe weit ge-bracht hatten; doch wird vermuthet, daß es vonByssus gewesen sey. Auch die Weiber der altenDeutschen kleideten sich in Leinewand n).

Auf die Verschönerung der Kleider dachten dieBabylonier und Phrygier zuerst (f. Stickerkunst) undAttalus, ein König von Pergamus, erfand die Kunst,massive Goldfaden in die Kleider zu wirken o). DieAgathyrfer, die in dem europäischen Sarmatienwohnten, trugen schon gern Gold auf den Kleidern,wie Herodot meldet p).