Band 
Dritter Theil.
Seite
149
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Komek. 149

dern für kreisförmig oder elliptisch, daher er behaup-tete, daß ein Komet nur dann sichtbar werden könne',wenn er in seiner Bahn der Erde am nächsten käme.Auch gaubte er, daß einerley Kometen mehrmals amHimmel erschienen wären und führte zum Beyspiel an,daß der Komet von 1664 eben derjenige sey, denCysatus 1618 beobachtet hätte, weil beyde fast einer-ley Weg am Himmel genommen, durch einerley Zei-chen deS Thierkrcises gegangen und in einerley Mona-ten des Jahrs ihren Lauf vollendet hatten v).

Endlich erschien der grosse Komet vom Jahr 1630,den Gottfried Kirch am 4tcn November zuerst in Ko-burg entdeckte x) und der erst im März r6Zi vcr<schwand. Es lebten damals die größten Astronomen,als Halley, Flamsteed, Newton, Cassini, Dianchini,Jac. Bernoulli, Kirch, Hcvcl und Aörfel, dahermit Grunde zu erwarten war, daß man über dasKometensystem wichtige Entdeckungen machen würdeWirklich gab auch dieser Komet dem Jac. Bernoullidie erste Veranlassung, ein neues System der Kome-ten zu entwerfen, worin er diesen Weltkörpern ihrenOrt zwischen den Fixsternen und zwischen dem Saturnanwies. Nach seinen Berechnungen sollte der Kometvon 1630 im Jahr 1719 wieder erscheinen, welchesaber nicht zutraf, weil der den Kometen angewiesenePlatz falsch war, welches schon Moutre vor dem Jahr1682 behauptete und die Fehler des vom Bernoullientworfenen Systems zeigte x). Keiner unter den ge-nannten Astronomen war in seinen Beobachtungendes gedachten Kometen glücklicher, als ein Schüler deS