Kriegskunst. syZ
der Ehre des Siegs begnügten, indem ste wederdie überwundenen Völker unterjochten, noch ihreLänder behielten. Nach ihnen that sich der assyri-sche König Ninus als Krieger hervor, der zuerstdie benachbarten Völker angriff und ihre Länder be-hielt. Er besiegte die Babylonicr, den Zoroaster,einen König der Bactrianer, unterjochte nach undnach fast ganz Asien und starb 1696 n. E. d. W.Justin a), und Jstdor b), halten ihn daher für denUrheber der eigentlichen Kriege. Scmiramis, dieGemahlin des Ninus, welche 2058, nach andern2090 starb, setzte die Kriege fort und drangbis nach Indien c) ; ihr Sohn Ninias, der von209, bis 2128 regierte, unterhielt sogar schon be-ständige Armeen ä).
Unter den Egyptiern war Sesostris, der Nach-folger des Möris, der erste bekannte Krieger, dernach einigen r6Zo, nach andern 1.527 v. C. G.,oder, wie einige wollen, gar erst im Jahre 2620n. E. d. W° lebte. Ware er mit dem Deports einePerson: so müßte er viel früher gelebt haben, denn^Justin a. a. O. setzt den Veporis noch vor den Ni*nus. Die mehresten nehmen an, daß er 16^0 v.C. G. oder 2ZZZ n. E. v. W. regiert habe. DieEgyptier schrieben ihm die Einführung der Caval-lerie e), wie auch den größten Theil der Ordnun-gen bey, welche die Truppen und die Kriegszuchtbetrafen k). Einige wollen die Egyptier für die er-sten halten, die stehende Armeen unterhielten undihren Soldaten ordentlichen Sold gaben §); derSoldat war bey ihnen von allen Abgaben frey underhielt 12 Morgen Land, das er verpachtete und da-