2I0 Kriegskunst.
Völker aus Thessalin befanden, die das Alterthumzu den Erfindern der Reitkunst macht. Die Geschichteihrer Erfindung ist folgende: Zur Zeit des Jzion wur-de auf dem Berge Pelion eine Heerde Stiere wüthend,die die Gegend unsicher machten; Jrion, der um 269Zn. E. d. W. zu Larissa wohnte, versprach daher dem,der diese Thiere tödten würde, eine grosse BelohnungHierauf erfanden die Centauren in Thessalien dieKunst, Pferde, die man vorher blos zum Fahren ge-braucht hatte, beritten zu machen, sich auf solche zu se-tzen und durch ihre Hülfe die Gegend von den wüthen-den Stieren zu befreyen. Daher behauptet auch Pli-nius, daß die Thcssalier das Streiten zu Pferde er-funden hätten.
Die Schlacht bey Thymbra, in welcher CrösuS imJahr Z4Z6 vvm Cyrus überwunden wurde, wird fürdie erste in Ordnung gestellte Schlacht gehalten, vonder man umständliche Nachrichten hal äää).
Die Spartaner verstanden unter allen Griechendie Kriegskunst am besten; schon um Zioo errich-tete Lykurg eine Militairschule zu Sparta, nach demMuster der Crelensischcn, deren ganze Einrichtung da-hin zielte, die Spartaner znm Kriege geneigt, listig,tapfer, standhaft uud gegen alle Ouaalen, wie auchgegen den Tod selbst gleichgiltig zu machen. Daherkam es, daß man zu Sparta bessere Kriegszucht, bes-sere Kricgsordnung, als bey andern Völkern, undgrosse Feldherren fand. Ihr Fußvolk war in grosseHaufen abgetheilt und jeder derselben bestand aus vierkleinern Haufen, den kleinen Haufen theilten sie wie-der in Truppen von 12z Mann und diese wieder in 4