Band 
Dritter Theil.
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Kriegskunst.

Im i4ten Jahrhundert kamen in Deutschland dieSöldner auf, die man für einen gewissen Sold ver-pflichtete, daß sie im Nothfall einem Ort bcystehenmöchten. Die Lehenöleute stellten sie start der Kriegs-völker. Solche Söldner nahm Augsburg zwischeniZÜ8 und iZyL an. Im lütcn Jahrhundert gabendie Vasallen statt der Soldaten Geld.

Bisher wurden in Europa nicht eher Soldaten ge-worben, als bis ein Krieg entstand und wenn er geen-digct war, wurden sie wieder verabschiedet. Der Kö-nig von Frankreich, Karl VII., war der erste, der imJahr 144L eine stehende Armee errichtete d. i. nnesolche, die er auch in Friedenszciten unterhielt.

Als Maximilian l. wider die Ungarn zu Felde zog,ließ er alle Landstreicher und Müffigganger im Reicheaufheben uud machte ein ordentlich besoldetes Fußvolkdaraus, welches von einigen den Söldnern entgegen-gesetzt wird und den Namen der Landsknechte, oderLanzkncchle führte, weil sie mit Lanzen bewaffnet waren.

In den neueren Zeiten hatten die Spanier, unterKaiser Karl V. wieder die erste gute Infanterie.

Der König Franz I. von Frankreich theilte seinKriegsherr in 7 Legionen, welche Ernthcilung aber kei-nen Bestand hatte, denn es kamen dafür die Bandenauf, aus denen endlich die Regimenter entstanden.

Ludwig XIV. (^1715) schrieb den Soldaten zu-rrst Gesetze vor und führte die Mvnturen bey den Re-gimentern ein.

Daß die Deutschen es den Franzosen ablernten,stehende Armee zu halten, beweisen die bey uns üb-liche ursprünglich französische Benennungen der Chan