Band 
Dritter Theil.
Seite
358
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ZA8 §ogik.

nicht von sonderlichem Ruhen ist, soll Galenus hinzu-gesetzt haben; man findet aber in seinen Schriften nichtsdavon. Die io Kategorien, oder Prädicamenle, sollAr siotelcs von dcmPythagoräer Archytas empfangenhaben li).

Porphyrius, der im dritten Jahrhundert n. C. G.unter dem Kayser Diokletian lebte, erfand die fünfkrseäicsbillLi) und Boethitts vermehrte im sechster»Jahrhundert nicht nur die Lehre von den Erklärungenund Eintheilungen, sondern erfand auch die Lehre vonden hypothetischen Schlüssen lc). Laurcntius Vallach >46L reinigte die Logik zum Theil vom scholasti-schen Wust, that auch etwas eigenes hinzu; beson-ders wollte er die dritte fyllogistifchc Figur nicht lel,den!) und brachte die zehn Kategorien, oder Prädi-camente auf drey zurück m). Petrus Ramus gab iF4zder Lehre von den guaruor Zeneribus caularum, die erschon beym Aristoteles fand, ihre rechte Gestalt undsuchte sie beliebt zu machen. Melanchton ließ schonviel Unnützes aus der Logik weg und behielt nur dasNützlichere bey. Die erste deutsche Logik gab Wolf-gang Büttner tL/6 zu Leipzig heraus n). Gegen dasEnde des i6ken Jahrhunderts bemühcte sich Ed-mund Richerius, die Logik wieder auf die erstenGründe der Natur zurückzuführen. Sein Buch wargleichsam der Vorgänger dcS Cartestuso). Cartesiuszeigte in etlichen Schriften von 1637 p) und 164»q), daß man ohne scholastische Terminologien undohne aristotelische Logik philosophiren und sich auchdem Ungelehrten deutlich machen könne. Er gab da-her vier Regeln, die den Sachen nach zwar nicht