Band 
Dritter Theil.
Seite
363
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Ludolph — Lust. ZöZ

Ludolph (Hiob) s. Dividircn; Grammatik;Mulkiplicircn; Rechenkunst.

Ludwig VII., König in Frankreich s. Gegen-sicgel.

Ludwig XIV., König in Frankreich s. Arkille-rie-Corps; Artillerie-Schule; Caserne; Jnvaliden-haus; Kriegskunst.

Ludwig (von Löwen) s. Oelmalerey.

Ludwig (Doctor zu Leipzig) s. Gewikterableiter.

Luft ist eine unsichtbare, durchsichtige, elasti-sche, flüssige Materie, welche die Erdkugel von al-len Seiten umgiebt.

Die Schwere der Luft wurde zufälliger Weiseentdeckt. Ein Gärtner zu Florenz hakte eine über 18Florentinjfche Ellen länge Wasserpumpe gemacht, inwelcher er das Wasser nicht höher als -8 Ellen hochbringen konnte, obgleich noch über dem Wasser einluftleerer Raum war; er fragte daher den Galilaus(s-1642) um Rath, und da dieser an der Pumpe kei-nen Fehler fand; so schloß er aus den Gesetzen deswagerechten Standes der Flüssigkeiten, daß die Lustschwerer seyn und so stark drücken müßte, als das Was-ser, welches -8 florenkinische Ellen hoch steht, daßalso die Erde rings herum von der Lust so viel ge-druckt würde, als wenn sie 18 Ellen hoch mit Wasserumgeben wäre a). Hierauf fand er auch, daß einehohle Kugel schwerer wurde, wenn man mehr Luft hin-einpreßte, welchen Versuch er i6z8 bekannt machte b),Evangelista Lorricelli (f 1647) nahm ebenfalls mitdem Galiläus an, daß die Schwere der Lust Ursachedaran sey, daß das Wasser in jener Pumpe nicht hö-